28. September 2022
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Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 6/2022 (September 2022) lesen Sie u.a.:

  • Data Librarianship: Aktuelle Entwick­lungen und Heraus­forderungen
  • Kommt es zu einem Comeback von Information Professionals in Medienunternehmen?
  • Open Access ist gut für die Wissenschaft, aber nicht ohne Risiken
  • Paper Mills als eine ernsthafte Bedrohung für die wissenschaftliche Integrität
  • Aktuelle Trends in der Hochschulbildung
  • Daten zur wissenschaftlichen Verlagsbranche
  • Sind A-Books die Zukunft des gedruckten Buchs?
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 4 / 2022

ASTRONOMIE
Die Welt über unseren Köpfen

PHILOSOPHIE
Philosophie in der islamischen Welt

ZEITGESCHICHTE
Frantz Fanon: Für eine afrikanische Revolution

RECHT
Umwelt- und Klimaschutzrecht

BETRIEBSWIRTSCHAFT
Nachhaltig managen

BIOGRAFIEN
Herrscherinnen mit Einfluss

uvm

Notfallverbundkarte online

Das KEK-Portal stellt ab jetzt eine interaktive Karte zu den Notfallverbünden für den Kulturgutschutz in Deutschland bereit. Unter www.kek-spk.de/notfallverbundkarte können Informationen zu bestehenden Verbünden der Sparten Archiv, Bibliothek und Museum gebündelt recherchiert werden. Die Karte wurde von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) in Abstimmung mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und dem Projekt „SiLK – Sicherheits-Leitfaden Kulturgut“ entwickelt.

Insgesamt 54 einrichtungsübergreifende Notfallverbünde der Sparten Archiv, Bibliothek und Museum weist die Notfallverbundkarte aktuell nach und gibt damit einen umfassenden Überblick zur Verteilung der Verbünde in Deutschland. Das interaktive Tool ermöglicht die gezielte Recherche nach einzelnen Einrichtungen oder der konkreten Lage der Verbünde. Die zahlenmäßige Weiterentwicklung von 1995 bis 2021 bildet ein Zeitstrahl ab. Notfallverbünde, die über die KEK-Modellprojektförderung unterstützt wurden, lassen sich gezielt filtern. In der KEK-Modellprojektförderung werden seit 2010 Vorhaben wie die Anschaffung von Notfallboxen oder die Durchführung von Workshops unterstützt. Insgesamt 42 Projekte zur Notfallvorsorge wurden bisher mit rund 380.000 Euro gefördert. An der Schnittstelle von Bund, Ländern und Kommunen ist die KEK so mit den Jahren zur Multiplikatorin beim Thema Notfallvorsorge geworden.

„Derzeit weist die Notfallverbundkarte noch viele weiße Flecken auf. Mit dieser Karte wollen wir sensibilisieren und den Anreiz geben, die Vorsorge deutschlandweit auszubauen“, erklärt Ursula Hartwieg, Leiterin der KEK.

Die Daten der Notfallverbundkarte wurden vom Projekt „SiLK – SicherheitsLeitfaden Kulturgut“ erhoben und u. a. mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe abgestimmt. Im Weiteren bleibt das Projekt SiLK bundesweit für die Erhebung und Pflege der Daten zuständig. Updates sind im Halbjahresturnus vorgesehen. Notfallverbünde zählen im Bereich Kulturgutschutz zu den zentralen Instrumenten der Vorsorge. In Katastrophenfällen wie Brand oder Hochwasser sind Archive, Bibliotheken und Museen durch Zusammenschlüsse deutlich besser geschützt und in der Lage, sich gegenseitig zu helfen. Dies hat sich bei der Flutkatastrophe im Sommer letzten Jahres nochmals deutlich gezeigt. In Verbünden erfolgt im Notfall die Abstimmung schnell und gezielt, da die Meldeketten und Abläufe definiert und vorbereitet sind. Zudem wird die fachgerechte Ausstattung zur Erstversorgung von Kulturgut in Verbünden einsatzbereit vorgehalten.

Mit der Notfallverbundkarte leistet die KEK einen Beitrag zur Verbesserung der Informationslage im Bereich der Notfallvorsorge. Als Angebot für die Fachcommunity und die Unterhaltsträger ·innen stärkt das Tool die Wahrnehmung der erforderlichen Präventivmaßnahmen für Kulturgutschutz.

www.kek-spk.de