21. Januar 2018
  NEWS

Max-Herrmann-Preis 2011 an Dr. h.c. Georg Siebeck

In diesem Jahr erhält der Verleger des Mohr Siebeck Verlages, Dr. h.c. Georg Siebeck, die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird, den Max-Herrmann-Preis der Freunde der Staatbibliothek zu Berlin e.V. Geehrt wird Georg Siebeck für sein Wirken als Verleger und für seine Verdienste um die Wissenschaft in Deutschland. Er ist der vierte Siebeck, der die Geschicke des Verlages erfolgreich leitet. In seinem Verlagsprogramm stehen bekannte Autoren neben wissenschaftlichen Neulingen und mehrbändige Nachschlagewerke neben Online-Angeboten. Gemeinsam ist allen Werken, die in der Obhut Georg Siebecks entstehen, der uneingeschränkte Qualitätsanspruch – mit höchster Sachkenntnis und Akribie werden die Manuskripte im Hause Mohr Siebeck lektoriert und redigiert. So ist gewährleistet, was Georg Siebeck selbst als die wichtigste Aufgabe der Verlage beschreibt: „die Vertrauenskette vom Autor zum Leser und umgekehrt vom Leser zum Autor aufrechtzuerhalten“. Für Autoren ist es ein Gütesiegel bei Mohr Siebeck zu veröffentlichen und Leser vertrauen Werken aus dem Verlag. Der Nachweis für diese Verlässlichkeit gegenüber Autoren, Geschäftspartnern und Lesern findet sich im Verlagsarchiv, das im vergangenen Jahr die Staatsbibliothek zu Berlin zum Geschenk erhielt.  

Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat. Zu den von einer Jury ausgewählten Preisträgern gehörten bislang neben anderen die Historikerin und Gründerin der Mendelssohn-Gesellschaft, Cécilie Lowenthal-Hensel, der langjährige Direktor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und Retter der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale), Paul Raabe, sowie der Schriftsteller Günter de Bruyn und die Editorin Inge Jens.  

Der Preis ist nach dem bedeutenden Literaturwissenschaftler Max Hermann benannt, der 1923 an der Humboldt-Universität zu Berlin das weltweit erste Theaterwissenschaftliche Institut gründete. Bereits 1933 wurde der brillante Forscher zwangsemeritiert. In der Staatsbibliothek durfte er keine Bücher mehr ausleihen, durfte diese lediglich – über siebzigjährig – am Stehpult einsehen. Im Jahr 1942 wurde er nach KZ Theresienstadt deportiert und starb dort nach wenigen Wochen. Im Gedenken an Max Herrmann wird der Preis in der Regel am 10. Mai vergeben, jenem Tag, an dem im Jahr 1933 in unmittelbarer Nähe der Staatsbibliothek öffentlich Bücher verbrannt wurden.


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