23. Juli 2018

b.i.t.online   1 / 2015
Interviews

„Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich sagen würde, es ist keine Wehmut da."

Im Gespräch mit dem stellvertretenden Chefredakteur von b.i.t.online, Dr. Bernhard Lübbers, zieht der scheidende Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek in München, Dr. Rolf Griebel, Bilanz und verrät, worauf er sich im Ruhestand freut.

Zehn Jahre stand Dr. Rolf Griebel als Generaldirektor an der Spitze einer der bedeutendsten internationalen Forschungsbibliotheken, der Bayerischen Staatsbibliothek in München, und war gleichzeitig Chef der zehn regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns. Mit Jahresende 2014 ist er in den Ruhestand getreten. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Chefredakteur von b.i.t.online, Dr. Bernhard Lübbers, zieht der scheidende Generaldirektor Bilanz und verrät, worauf er sich im Ruhestand freut.

„Wir sehen, dass ein einziger Button auf Millionen Forscher einen echten Einfluss hat."

Interview mit Jan Reichelt, Mitgründer und Geschäftsführer von Mendeley

Anderthalb Jahre nach der Übernahme von Mendeley durch Elsevier und drei Wochen nach der Insolvenz von SWETS, dem Vertriebspartner für die Mendeley Institutional Edition (M.I.E.), blickte Jan Reichelt beim Interview mit b.i.t.online auf der Buchmesse 2014 optimistisch und erfolgssicher in die Zukunft: „Elsevier investiert unfassbar viel. So viel Geld hätten wir im B2C-Modell so schnell niemals bekommen. So können wir natürlich viel stärker beschleunigen.“ Als Beleg legt er die eben fertig gewordene Programmierschnittstelle (API) für neue Anwendungen mit Mendeley-Daten nach. Sie ist frei verfügbar, weil, so der Mendeley-Geschäftsführer, „wir immer die Position vertreten haben, dass sich durch Offenheit die Größe des Gesamtkuchens vergrößert, an dem sich alle laben können.“ Reichelt glaubt, dass sich durch die Digitalisierung des wissenschaftlichen Informationsaustausches „für Bibliothekarinnen und Bibliothekare große Opportunitäten auftun, Kompetenz in digitalen Technologien für den Wissenschaftsbereich aufzubauen und sich als Anlaufstelle zu etablieren, die Werkzeuge und Services zur Verfügung stellt, für ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Vorauswahl trifft und die Nutzer schult“.