20. September 2018

b.i.t.online   3 / 2017
Fachbeiträge

Forschungsmetriken: Ignorieren, boykottieren oder nutzen?

Forschungsmetriken in die Praxis gebracht

Oliver Renn und Joachim Schnabl
Wissenschaftler erzeugen nicht nur viele Forschungsdaten, insbesondere in den Naturwissenschaften, sondern sie generieren auch Daten über sich. So wie Wissenschaftler die Welt vermessen, vermisst die Welt auch Wissenschaftler. In beiden Fällen sind es zunehmend die großen Datensätze, nämlich Big Data, die besonderes Interesse erhalten. Je größer und mächtiger die Datensätze, desto schwieriger wird es, herauszufinden, was
nun überhaupt berechnet wurde und warum und wie welche Schlussfolgerungen abgeleitet wurden. Wissenschaftler ignorieren bisher sehr oft diese über sie erhobenen Daten und kümmern sich wenig, wie und was warum erhoben wird, so wie sich auch Twitter-Nutzer nicht für die seit Mai 2017 gültigen neuen Geschäftsbedingungen interessieren. Solche Hinweistexte werden meist akzeptierend weggeklickt.

Do-it-yourself-Usability-Tests in Bibliotheken

Sarah Fasel, Gabriele Pütz, Selma Strahringer
„Bad usability equals no customer” – Mit diesem Zitat bringt Jakob Nielsen die große Bedeutung guter Usability auf den Punkt. Auch wenn Nielsen kommerzielle Unternehmen im Auge hat, so lässt sich auch für Bibliotheken die Relevanz ihres Webauftritts für
den Kontakt zu ihren Benutzern oder potentiellen Benutzern nicht leugnen. In diesem Artikel soll dargestellt werden, wie Bibliotheken mit Hilfe von Usability-Tests die Schwächen ihres Webauftritts ermitteln können.

Abspeichern statt Abheften – den digitalen Schuhkarton sortieren

Leitfaden für den Einstieg in die Archivierung digitaler Daten

Annika Mühling, Pia Piontkowitz, Gabriele Pütz, Lukas Wähler
Digitale Langzeitarchivierung und Bibliotheken werden bisher fast ausschließlich mit der Digitalisierung und Sicherung von schützenswerten Beständen in Zusammenhang gebracht. Insbesondere wissenschaftliche Bibliotheken mit großen historischen Beständen arbeiten seit Jahren an der Digitalisierung zwecks Erhaltung und verbessertem Zugang zu ihren Beständen. Doch durch den seit Jahren anhaltenden digitalen Wandel der
Gesellschaft entstehen täglich unzählige persönliche Objekte, die nicht mehr physisch sondern in digitaler Form vorliegen. Fotos, Briefe, Rechnungen und Sprachnachrichten finden sich verstreut auf Computern, Handys, Tablets oder Servern. Während vor wenigen Jahren diese Erinnerungsstücke im Schuhkarton oder Fotoalbum Platz fanden und so an die nächste Generation weitergegeben wurden, ist dies heute nicht mehr möglich.