17. Dezember 2018

b.i.t.online   6 / 2016
Nachrichtenbeiträge

ZBIW-Studie 2016
Fortbilden, aber wohin? –
Über Initiative, Motivation und Inhalt bibliothekarischer Fortbildung

Miriam Albers, Simone Fühles-Ubach und Ursula Georgy
Fortbildungseinrichtungen bzw. deren Angebot müssen sich an neuesten Trends ausrichten. Änderungen im Bereich der Informationssuche (Googleisierung), der Medienrezeption und der Standardisierung (RDA) bilden hier nur einen Ausschnitt der momentanen Entwicklungen ab. Allein die sich fortlaufend ändernden Endgeräte der Bibliothekskunden (PC, Laptop, Tablet, Smartphone)
bedingen einen technischen und organisatorischen Wandel im bibliothekarischen Bereich, der neue Themen für die Fortbildung fast automatisch erzeugt – dabei ist kein Ende abzusehen. Im Idealfall sind Fortbildungseinrichtungen daher Wegbereiter zwischen dem gegenwärtigen Alltagsgeschäft der Bibliotheken und den sich am Horizont abzeichnenden Veränderungen.

Das Projekt „Vorwärts bis 1933”:
Digitalisierung und elektronische Präsentation einer historischen Zeitung –
Ein Werkstatt-Report

Teil 1: Scanprozess, Texterkennung und Metadatenanreicherung

Olaf Guercke
Der vorliegende Text ist der erste Teil einer zweiteiligen Arbeit, die aus Sicht des Praktikers die Digitalisierung einer historischen Zeitung von der Papiervorlage bis zur im Volltext durchsuchbaren WebPräsentation beschreibt. Das Projekt „Vorwärts bis 1933“ wird dabei in Form eines Werkstatt-Reports in einem recht fortgeschrittenen, jedoch noch nicht abgeschlossenen Stadium umfassend beleuchtet. Teil 1 bietet zunächst eine Einleitung mit Informationen über den Gegenstand der Digitalisierung und die Ziele sowie den derzeitigen Stand des Projekts.
Anschließend werden die verschiedenen Aspekte des Scanprozesses, der maschinellen Texterkennung und der Metadaten-Anreicherung in Augenschein genommen. Ein zweiter Teil, der sich ausführlich mit der Präsentation der Zeitung im Web und den im Projekt entwickelten Suchfunktionalitäten beschäftigt, wird Anfang 2017 folgen. Der Verfasser versucht in beiden Teilen, kritische Blicke auf die eigene Arbeit zu werfen, so dass der ext für andere Digitalisierungs-Praktiker im Hinblick auf ihre Projekt-Strategien möglichst aufschlussreich sein kann.

Index Theologicus –
neue Produktionsverfahren bei der Bibliographieerstellung

Martin Faßnacht und Winfried Gebhard
Wissenschaftliche Bibliographien, die Forschende, Studierende und sonstige Nutzer zuverlässig und umfassend über neu erschienene Literatur informieren sollen, müssen möglichst alle relevanten Zeitschriften aus dem jeweiligen Wissenschaftsgebiet auswerten. Die Bibliographie Index Theologicus (IxTheo) widmet sich dieser Aufgabe seit vielen Jahren. Allerdings war die Zahl der ausgewerteten
Zeitschriften auf etwas mehr als 600 Zeitschriften begrenzt, da die traditionelle Produktionsweise – das Abtippen der Metadaten – personalintensiv und deswegen limitiert war. Eine Ausweitung der Auswertung auf möglichst alle relevanten Zeitschriften kann nur mit neuen Produktionsverfahren und auf die jeweilige Medienart der Zeitschrift zugeschnittenen Methoden erreicht werden.

ORCID –
der Personalausweis für Wissenschaftler im Netz

Gabriella Padovan
ORCID, eine gemeinnützige Organisation in den USA, hat erreicht, was vielen Initiativen zuvor nicht gelungen ist: Einen Autor-Identifikator einzuführen, der heute breite Akzeptanz erfährt und eine rasch wachsende Gruppe von Nutzerinnen und Nutzern aufweist. Bei weiterer Ausbreitung wird ORCID wie ein Personalausweis für
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Netz funktionieren. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklungen im Bereich der Autor-Identifikation, fasst den Stand der Verbreitung und der Einführungen von ORCID zusammen und gibt einen kurzen Einblick in die Projekte mit Bezug zu ORCID an der ETH Zürich.

Der dritte Ort

Klein, innovativ, ausgezeichnet:
Was die Stadtbücherei Hilden zur Bibliothek des Jahres 2016 gemacht hat

Marion Koch